Vorbereitung auf die Transalp Challenge 2013

Nachdem ich 2012 Stein und Bein geschworen hatte, dass dies meine letzte Transalp Challenge war, stand ich 2013 doch wieder am Start. Nach der Teilnahme der ersten 3 Transalp im Jahr 1998, 1999 und 2000 stand ich auch 2008, 2009, 2011 und 2012 wieder an der Startlinie. 2011 konnte ich die vorletzte Etappe wegen Magenproblemen nicht zu Ende fahren, ansonsten bin ich immer im Ziel angekommen. ...zum Teil aber schon auf dem Zahnfleisch.

Strecke 2013

Hier die GPS Daten der Transalp 2013:

 

GPSIES Daten
Etappe 1

GPSIES Daten
Etappe 3

GPSIES Daten
Etappe 5

GPSIES Daten
Etappe 7

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GPSIES Daten
Etappe 2

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Etappe 4

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Etappe 6

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Etappe 8

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Etappe 1: Mittenwald-Mayerhofen

Und täglich güßt das Murmeltier. Zum 6. mal stehe ich nun in Mittenwald am Start einer Transalp. Und im Gegensatz zu den weiteren Etappen ging es alle 6 mal zuerst übers den Hochalmsattel und dann übers Plumsjoch. Also gut bekanntes Terrain. Lediglich das Ende war neu. Diesmal gings nicht nach Weerberg oder Reith sondern auf dem Zillerstalradweg 36km auf dem Ebenen nach Mayerhofen.

Heute morgen war richtiges Bilderbuchwetter. Wie jedes Jahr haben wir uns wieder vorgenommen, nicht zu schnell anzugehen. Aber wie jedes Jahr hat es nicht so richtig funktioniert. Mit zügigem Tempo strampelten wir von Scharnitz das Tal hoch in Richtung Hochalmsattel. Die Beine waren aber gut und somit war es kein Problem. Die Abfahrt vom Hochalmsattel hinunter war wie immer ein Krampf. Sehr grobschottrig, dazwischen sandig, so dass man in der Abfahrt nie einen Rhytmus fand. Aber weiter unten im Wald fährt man dann auf Forstwegen und das ganze wird entspannter. Die Teerstraße, das Tal hoch in Richtung Plumsjoch machte Christoph richtig Druck. Mir war das Tempo zu schnell und ich ließ ihn erst mal fahren. Aber nach wenigen Kilometern waren wir wieder zusammen und es rollte gut auf der leicht ansteigenden Teerstraße. Kurz vor Verlassen der Teerstraße folgte die erste Verpflegung, so weit alles im grünen Bereich. Der Anstieg in Richtung Plumsjoch lief bei mir recht locker. Musste überhaupt nicht powern. Christoph fiel langsam zurück und ich hatte etwa 200m Vorsprung. So konnte ich ein für mich sehr entspanntes Tempo anschlagen. Aber ich war froh darüber, schließlich sind in dieser Woche 20242 Höhenmeter zu bewältigen. Für Transalp Verhältnisse eher viel.

Den steilen rutschigen Weg das Plumsjoch runter lies ich Christoph vor und ging kein Risiko ein. Am ersten Tag schon ein Sturz, das musste nicht sein. Im Gegensatz zu 2011 lief es am Aachensee richtig gut. Ich musste mich nicht zu stark anstrengen und konnte in den Gruppen mitfahren. Christoph musste da schon mehr kämpfen. Die letzten 35 km in Richtung Mayerhofen waren ziemlich flach und größtenteils auf einem geteerten Radweg. Zum Glück hatte es Rückenwind und wir wechselten uns mit anderen Teams in der Führung ab. Das Tempo war auch human, immer so zwischen 32 und 35 km/h. So 7km vor dem Ziel musste Christoph abreisen lassen. Er war ziemlich fertig. Wir fuhren dann etwas langsamer. 5km vor dem Ziel musste er anhalten und war fix und fertig. Er sagte, er ist total am Ende. Nach 5min Zureden fuhr er dann wieder weiter. Ich versuchte ihn so viel wie möglich zu schieben. ...strengt aber noch ganz schön an. Nach 05h02 sind wir schließlich ins Ziel gekommen. Die ersten 110km der Transalp waren abgehakt. So wie ich Christoph kenne, ist er morgen wieder fit. Mal schauen wie es bei mir läuft. So könnte es eingentlich weiter gehen.

Etappe 2: Mayerhofen-Brixen

Heute ging es auf die 2. Etappe der Transalp von Mayerhofen nach Brixen. Morgens begrüßte uns blauer Himmel. Es war ein richtig schöner Sommertag. In den letzten Jahren konnte man von Mayerhofen in Richtung Schlegeisspeicher meist noch bei kühlen Temperaturen losradeln. Heute musste man schon von Beginn an schwitzen. Meine Beine waren aber o.k. und auch Christoph fühlte sich gut. Wir fuhren ein schnelles Tempo in Richtung Schlegeissspecher, aber immer so, dass noch Reserven da waren. Schließlich folgt in den nächsten Tagen noch der ein oder andere Anstieg. Die knapp 1200 HM zum Schlegeisspeicher absolvierten wir in 1h45min. Nun sollte die übliche lange Tragepassage zum Pfitscherjoch folgen. Aber da hatte ich mich getäuscht. Letztes Jahr wurde der Weg komplett saniert. Man kann inzwischen ein Großteil des Weges in Richtung Pfitscher Joch fahren. Bisher musste man 80% schieben, jetzt konnte man 80% fahren. Nach gut 2h30min waren wir auf dem Pfitscherjoch. Hier oben über 2000m Höhe war es noch angenehm kühl, was mir immer entgegen kommt. Nun folgte die lange Schotterabfahrt in Richtung Sterzing. Durch das trockene Wetter war dies eine ganz schön staubige Angelegenheit. Es war gar nicht so einfach die Unebenheiten auf der Strecke zu erkennen, da man die ganze Zeit in einer Staubwolke fuhr. Die letzten Teerkilometer bis Sterzing liefen gut. Nach etwa 3h30min waren wir an der letzten Verpflegung. Nun folgte der Weg in Richtung Brixen. Tendenziell geht es immer bergab. Aber ständig muss man wieder eine Rampe hochdrücken bevor es weiter bergab geht. Wenn man in einer Gruppe fährt und den Anschluss nicht verlieren möchte, dann kostet das ganz schön Körner. Jetzt folgte kurz vor Brixen noch ein neuer Ansteig von 300 hm nach Spinges. Dieser ging direkt auf der Südseite den Berg hoch. Bei etwa 30 Grad im Schatten musste ich als “Kältefahrer” jetzt doch noch beissen. Aber nach ziemlich genau 30 min. hatten wir auch diesen Anstieg gemeistert. Zum Glück verliefen die letzten Meter im Wald und es gab ein bisschen Schatten. Es folgte ein neuer knackiger Downhill nach Schabs. Ich dachte, jetzt rollen wir nur noch nach Brixen vor, aber es folgten noch einige fiese Rampen durch die Weinberge. Christoph hatte inzwischen einen guten Tritt drauf. Auf den ebenen Passagen machte er mächtig Dampf. Ich versuchte ihm gar nicht zu folgen, weil ich meine Kraftreserven für morgen aufbehalten wollte. Nach 5h 33min waren wir dann doch recht geschafft, als wir im Ziel ankamen. Ich hoffe nur, dass es morgen früh beim ersten 1900m langen Anstieg auf die Plose hoch etwas kühler ist. Heute wurden wir übrigens 71. bei den Masters und verschlechterten uns im Gesamtklassement von Platz 60 auf 63.

Etappe 3: Brixen - St. Vigil

Heute morgen war schon traumhaft schönes Wetter. Leider war es mir auf dem knapp 1900 hm langen Anstieg auf die Plose viel zu warm. Ich bin nie richtig ins Rollen gekommen. Christioph war gleich mal weg. Oben musste er 9min auf mich warten. In Richtung Würzjoch waren richtig schöne Trails. Die konnte ich zwischendurch geniessen. Das Würzjoch hoch, dann das gleiche Spiel. Mir war viel zu warm. Etwa 1km vor der Paßhöhe musste ich sogar mal absteigen und durchschnaufen. Ein Holländer sagte zu Christoph: “Dein Kamerad hat gerade einen Hammer bekommen” So konnte man es auch ausdrücken. Ich mühte mich noch aufs Würzjoch hoch um mich in der folgenden Abfahrt etwas zu erholen. Leider war die Erholung nicht wirklich möglich. Den sausteilen Schlussanstieg zum Munt de Rina musste ich fast komplett schieben. Aber hier schoben im Prinzip fast alle, weil es mörderisch steil war. Die Trails hinunter nach Zwischenwasser konnte ich wieder geniessen. Wir holten 3-4 Plätze auf. Leider verloren wir diese dann am letzten Schlussanstieg wieder. ...ein Tag zum vergessen. Und morgen soll es wieder so warm werden. Zum Glück ist der Start eine Stunde früher. Hoffentlich läuft es morgen wieder.

Etappe 4: St. Vigil - Alleghe

Schon wieder ein heißer Sommertag. Jeder andere würde sich darüber freuen, aber ich wollte endlich mal kühle Verhältnisse. Im Tal von St. Vigil bis zur Pederü Hütte war es noch einigermaßen kühl. Da der Start bei dieser Etappe bereits um 08:00 Uhr war, konnte man sich im Schatten recht gut einkurbeln. Die Landschaft hier ist immer wieder gigantisch. Weiter oben in Richtung Fanes Hütte wurde es dann aber schon heißer. Aber bis aufs Limojoch lief es eigentlich ganz o.k. Christoph war immer etwa eine Kehre vor mir, musste oben aber nur ganz kurz warten. Dann ging es recht grobschottrig runter nach Cortina. Immer wieder ein Genuss solche Wege zu fahren. Nach Cortina fing das Leiden wieder an. Auf der Paßstraße in Richtung Falzarego Paß musste ich mich wieder der Hitze ergeben. Bis zum Abzweig zum Rifugio Averau ging es noch einigermaßen. Der Ansteig zum Rifugio war dann nur noch eine Qual. Ich verlor wieder viele Plätze und schob viele Passagen, wo ich normalerweise im Traum nicht daran denken würde zu schieben. Irgendwie hab ich es dann doch bis zur Paßhöhe geschafft. Dann kam aber ein Traum an Trails. Von 2400 m höhe ging es über Singletrails hinunter bis auf 950m überm Meer. Da wurde selbst ich wieder munter. Das waren mit die besten Trails, die ich gefahren bin.

Etappe 5: Alleghe - San Martino di Castrozza

Meine Gebete nach Wolken wurden leider nicht erhöhrt. Bei strahlendem Sonnenschein ging es auf die fünfte Etappe. Der erste Anstieg auf der Sonnenseite im Freien raubte mir bereits die letzten Kräfte. Nach 1h30min hatte ich 1000 hm absolviert, war aber bereits fix und fertig. Ich war total ausgelaugt und konnte mich nicht mehr auf dem Rad halten. Als dann der nächste von noch 4 folgenden Bergen begann, der Anstieg zum San Pellegrino Pass, musste ich die Segel streichen. Ich lies Christoph alleine weiterfahren. Ich sah keine Chance die noch folgenden 2200 Höhenmeter zu bewältigen. Ich verließ die Strecke, montierte meine Startnummer ab und fuhr auf die Teerstraße in Richtung Passo Valles. Dort trampte ich dann bis ins Etappenziel nach San Martino di Castrozza. Ist mir schwer gefallen aus zusteigen, aber mein Körper wollte überhaupt nicht mehr. Ich trank und aß zu wenig, andererseits war ich nicht in der Lage etwas zu mir zu nehmen, weil dann mein Magen rebellierte. Morgen werde ich versuchen die nächste Etappe zu fahren. Konnte mich ja etwas erholen. Bin mal gespannt. Der Schlussansteig zum Monte Grappa beginnt auf 200m Höhe. Viel kühler ist es da bestimmt nicht....

Etappe 6: San Martino di Castrozza - Crespano del Grappa

Durch die für mich etwas kürzere Etappe vom Vortag war ich heute morgen sogar ganz gut erholt. Am Start war es schön kühl und wir konnten von Anfang an ein gutes Tempo fahren. Die Schwäche des Vortages war erst mal vergessen. Die ersten Kilometer gingen bergab und in den kurzen Gegenanstiegen lief es richtig gut. Dann querten wir kurz unter Imer

Etappe 7: Crespano del Grappa - Rovereto

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Etappe 8: Rovereto - Riva del Garda

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