5. Tag: Moena (I) nach Imer (I)

1. Teilabschnitt: Moena (08.00 Uhr) - Passo di Lusia (09.15 Uhr)
Heute morgen waren wir eigentlich guter Dinge. Uns wurde bewusst, dass wir von den 628 Kilometern bereits 352 hinter uns gebracht hatten. Somit hatten wir mehr als die Hälfte bewältigt und den kleinen Rest würden wir auch noch hinter uns bringen.

Heute war jedoch mit dem ersten Anstieg ein ganz schöner Brocken vor uns. Das Problem lag nicht in den 880 Höhenmetern, sonder in den durchschnittlich 14,3% Steigung, die nach der Abzweigung von der Teerstraße kurz nach Moena bis zum Passo di Lusia zurückzulegen waren. Im ersten und zweiten Gang kurbelten wir das Teilstück in Richtung Paßhöhe. Normalerweise sollte auch dieses Teilstück kein Problem darstellen, aber mit den bereits bewältigten Kilometern war es doch ein ganz schöner Kampf, ohne Abzusteigen bzw. Schieben zur Paßhöhe zu gelangen. Dazu kahm noch das nicht so tolle Wetter. Es war recht schwül und dazu ein komischer Nebel, der über der Strecke lag. Bis zur Paßhöhe war ich komplett naß, obwohl es laut Tacho nur 16 Grad hatte.

Nach 1 Stunde und 15 Minuten hatten wir die 8.5 km und 880 Höhenmeter hinter uns gebracht.

2. Teilabschnitt: Passo di Lusia (09.15 Uhr) - Paneveggio (09.31 Uhr)
Nach Paneveggio hinunter folgte wieder eine recht schöne Abfahrt auf einem breiten Wald / Schotterweg. In Kehren durfte ich wieder die schwer erkämften Höhenmeter vernichten. War aber ebenfalls eine sehr schöne Abfahrt.

3. Teilabschnitt: Paneveggio (09.31 Uhr) - Baita Segantini (10.39 Uhr)
Die ersten 6 Kilometer des Anstieges ging es recht unspektakulär auf der recht stark befahrenen Straße das Tal hinauf. Danach änderte sich aber die Attraktivität des Teilabschnittes abrupt. Bei einem Wanderparkplatz ging es rechts von der Straße ab. Dort war auch die erste Kontroll / Verpflegungsstelle. Thomas hatte heute einige Probleme. Bei mir lief es dagegen recht gut. Nach meinem Gefühl kurbelte ich recht locker den Berg hinauf. Er dagegen hatte ganz schön zu kämpfen. Leider war an diesem Anstieg in Richtung Baita Segantini das Wetter nicht so gut, so daß der Ausblick auf die Super Bergwelt ringsherum nur bei kurzen Wolkenlücken möglich war. Am Gipfel fing es auch noch an leicht aus den tief hängenden Wolken zu regnen. Dazu zeigte der Thermometer nur noch 11°C an. Ich beeilte mich oben ein trockenes Trikot, daüber das lange Trikot, die Radhose sowie die Regenjacke anzuziehen. Wir wollten so schnell wie möglich in Richtung wärmeren Tal kommen.

4. Teilabschnitt: Baita Segantini (10.42 Uhr) - San Martino di Castrozza (11.01 Uhr)
Zuerst auf einem nicht allzu grob grob geschotterten Weg, anschließend ab dem Passo Rolle auf der Teerstraße ging es in rasanter Abfahrt in den Wintersportort San Martino di Castrozza. Die Verpfegung an der Kontrollstelle am Ortsende nahmen wir dankbar an. Wir schon am Baita Segantini machten wir ein zweites Mal 3 Minuten Pause.

5. Teilabschnitt: San Martino di Castrozza (11.04 Uhr) - Imer (11.49 Uhr)
Etwas länger als erwartet zogen sich die gut 110 Höhenmeter nach San Martino. Nach dem höchsten Punkt ging es auch wieder auf einem Schotterweg im Wald in Richtung Imer. Doch immer wieder ging in einen kleinen scharfen Zwischenanstieg, der an den vorhandenen Kräfte zehrte. Heute war das jedoch zu verkraften, denn bereits 11 Minuten vor 12 Uhr waren wir in Imer. Zum Glück waren wir heute recht schnell unterwegs, denn etwa 10 Minuten nachdem wir im Ziel waren, mussten wir im Festzelt unterschlüfen, da ein starkes Gewitter über uns hereinbrach. Wir saßen im Trockenen und vertilgten einen Eintopf nach dem anderen, während die Fahrer, die nach uns ankahmen ziemlich naß hereinkahmen. Leider hatten wir uns zu früh gefreut. Unser Hotel lag nicht in Imer sondern im 5 km entfernten Primero. Nachdem der Regen einfach nicht nachlassen wollte, mußten wir also doch noch im Regen fahren. Pech gehabt

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