1. Tag: Mittenwald (D) nach Weerberg (A)

1. Teilabschnitt: Mittenwald (12.00 Uhr) - Scharnitz (12.17 Uhr)
Nun war es endlich soweit, auf der identischen Strecke wie im Vorjahr gings zuerst quer durch Mittenwald und anschließend auf einem Wanderweg im Tal zum Grenzübergang Scharnitz. Wie nicht anders zu erwarten wurde auf diesem Teilabschnitt schon wieder mächtig gepowert. Die knapp 9 Kilometer wurden in gut 17 Minuten abgespult.

2. Teilabschnitt: Scharnitz (12.17 Uhr) - Hochalmsattel (13.37 Uhr)
Ebenfalls identisch wie im Vorjahr ging es wieder das Karwendeltal hoch zur Geiselalm. Fahrtechnisch nicht sehr schwierig, auf einem breiten Schotterweg. Nichtsdestotrotz ein sehr schönes Teilstück. Im ganzen Tal waren noch die Auswirkungen der heftigen Lawinenabgänge im Winter zu sehen. Zum Teil fuhr man durch freigefräßte Einschnitte, die links und rechts von etwa 4 bis 5 Meter hohen Schneewänden begrenzt waren. Dazwischen lagen wie Streichhölzer, die mitgerissenen Bäume. Leider war das Wetter noch recht bescheiden. Wir waren froh, daß es nicht mehr regnete. Um 13.37 Uhr hatten wir die ersten 912 Höhenmeter von den über 20000 Höhenmeter der Gesamtstrecke hinter uns. Gefühlsmäßig fühlte ich mich noch topfit. Aber es stand ja noch einiges bevor.

3. Teilabschnitt: Hochalmsattel (13.37 Uhr)-Beginn Teerstück Rißbach (14.11 Uhr)
Nach einer kurzen Pause stürzten wir uns in die erste Abfahrt. Die Abfahrt vom Hochalmsattel bis zum Rißbach ist ebenfalls ein Super-Teilstück. Man fährt über Weiden, Singeltrailstücke, durch Bachpassagen und auf breiten Schotterwegen. Ich habe auf der Abfahrt bestimmt 20 Leute überholt. Unten mußte ich dann auf Thomas warten, er wollte es erst einmal etwas vorsichtiger angehen lassen.

4. Teilabschnitt: Beginn Teerstück Rißbach (14.11 Uhr) - Abzweig zum Plumsjoch (14.36 Uhr)
Nachdem wir unsere Jacken wieder ausgezogen hatten ging es auf einer Teerstraße in Richtung Großer Ahornboden. Wir machten ziemlich Dampf auf diesem Teilstück. Obwohl auf dem 8km langen Teilstück etwa 150 Höhenmeter zu bewältigen waren fuhren wir auf der Teerpassage einen Schnitt von 24 km/h. Mein Magen machte mir auf diesem Teilstück Probleme und ich mußte mich in die Büsche schlagen. Das ging ja gut los! Zum Glück beruhigte er sich später wieder. Am Ende des Teerstückes war wie im letzten Jahr die erste Kontroll / Verpflegungsstelle.

5. Teilabschnitt: Abzweig zum Plumsjoch (14.36 Uhr)-Plumsjoch (15:31 Uhr)
Frisch gestärkt nehmen wir die nächsten 550 Höhenmeter zum Plumsjoch in Angriff. Mit durchschnittlich 8% Steigung stellt uns dieser Anstieg nicht vor allzugroße Probleme. Nach knapp einer Stunde erreichen wir die Paßhöhe. Unsere Laune wird immer besser, da sich inzwischen die Sonne durch die Wolken gekämpft hat und wie im Vorjahr, ein Super Downhill zur Gernalm vor uns liegt.

6. Teilabschnitt: Plumsjoch (15:31 Uhr)-Gernalm (15:39 Uhr)
In acht Minuten 450 Höhenmeter vernichtet. => Super

Doch leider 100 Meter vor dem Beginn des Teerstückes hatte Thomas einen Plattfuß. Hoffentlich verschont uns der Platttenteufel auf dem Rest der Tour! Beim Flicken des Plattens kam ein Reporter vom Playboy zu uns. Er hatte die Aufgabe über den Transalp eine Reportage zu schreiben und wird die ganze Woche das Rennen verfolgen. Zum Schluß verabschiedete er sich, damit er den Zieleinlauf in Weerberg anschauen kann. Unser Rat, sich etwas zu beeilen hat wohl nichts mehr genutzt. Die Sieger Ostergaard / Petersen waren um 15.38 Uhr im Ziel!

7. Teilabschnitt: Gernalm (15:48)-Schwaz (16:28)
Teerstück, zuerst zum Aachensee, anschließend Abfahrt nach Jenbach und dann eben das Inntal entlang nach Schwaz. Eigentlich ein langweiliges Überbrückungsstück. In Schwaz war dann zu unserer Freude nochmals eine Kontroll / Raststelle.

8. Teilabschnitt: Schwaz (16:28)-Weerberg (17:39)
Letzes Jahr gings vom Tal einfach nochmals 350 Hm die Zufahrtsstraße hoch nach Weerberg. Dieses Jahr hatten wir zwar auf der Karte gesehen, daß die Streckenführung etwas anders ist, wir hatten aber gedacht, gleich im Ziel zu sein.

Das ganze wurde dann doch noch etwas schwieriger. Wir waren noch 71 Minuten und 529 Höhenmeter bis ins Ziel unterwegs. Ich mußte auf den steilen Teerstücken ziemlich kämpfen. Die Sonne knallte hier voll auf den Asphalt, das machte mich ganz schön fertig. Im Ziel war ich fix und fertig, und das schon nach dem ersten Tag.

Zum Glück hatten wir wieder das gleiche Hotel wie im Vorjahr. Das Start- und Zielgelände lag genau auf dem Parkplatz des Hotels.

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