Bike Transalp Challenge 1998 Etappe 3

Tageszusammenfassung

Streckenlänge

80,7 Kilometer

Höhenmeter

2199 Höhenmeter

Siegerzeit

3h 09min 34sec

Unsere Zeit

5h 01min 18sec = Siegerzeit + 59%

Tagesplatzierung

86

Gesamtrang

72 = 8 Plätze verschlechtert

 

Heute morgen waren wir noch früher auf als in Weerberg. Dies hatte einen einfachen Grund. Das Ziel war in Wiesen, wo auch unser Hotel war. Der Start befand sich aber 2 km weiter in Sterzing. Die Frau, die den Taschentransport organisierte hatte das Zimmer genau neben uns. Damit wir nicht die großen Taschen 2 km auf dem Fahrrad bis zum Start schleppen mußten hatten wir mit Ihr vereinbart, daß wir Ihr die Taschen um 5.45 Uhr geben, da sie um diese Zeit abfahren wollte. Somit mußten wir sogar noch eine halbe Stunde warten bis wir was zum Frühstücken kriegten.

Das Stück bis zum Start war Easy, wir konnten es bergab bis zum Start rollen lassen. Der Start war genau in der Innenstadt von Sterzing. Die Stimmung war insgesamt noch Super. Es war ein Riesen Gegröle beim Startschuß.

Die ersten 30 Kilometer ging es im Prinzip parallel zur Autobahn das Etschtal hinunter. Es war jedoch recht anstrengend, da etliche kleine Stiche eingebaut waren. An diesen giftigen Anstiegen merkte ich, daß heute wohl nicht allzuviel zu erwarten ist. Thomas fuhr an jedem kleinen Anstieg einen Vorsprung heraus. Wir benötigten nicht einmal 1 Stunde für die 30 km, bis es aus dem Etschtal heraus Richtung Mühlbach abging. Auch hier wurde ein sehr hohes Tempo gefahren, die Strecke verlief auf der normalen Hauptstraße. In Mühlbach begann dann der Anstieg Richtung Starkenfeldhütte. Die ersten 950 Höhenmeter des Anstiegs führten über eine kleine Teerstraße im Zickzack einen unbewaldeten Hang hinauf. Die Sonne brannte inzwischen erbarmungslos auf uns. Dazu kam noch eine sehr hohe Luftfeuchtigkeit. Ich konnte meinem Team-Kollegen auf diesem Anstieg nicht folgen. Er hatte zum Teil einen beträchtlichen Vorsprung herausgefahren. Erst zum Ende des Anstieges konnte ich mich wieder einigermaßen fangen. Hier oben über 1300 Höhenmeter war es leicht bewölkt und nicht mehr so heiß. Dadurch lief es bei mir etwas besser. Wir überholten auf den letzten Teerkilometern noch einige Teams.

Am Ende der Teerstraße befand sich zum Glück die erste Kontroll / Verpflegungsstation. Wir tankten nochmals Xenofit und Powerbars nach und begaben uns auf die letzten 250 Höhenmeter des eigentlich sehr einfachen Anstieges. Meine Formkurve zeigt jedoch nicht gerade nach Oben. Thomas wollte auf dem leicht ansteigenden Schotterweg immer Gas geben und ich konnte nicht. Kurz vor dem höchsten Punkt an der Starkenfeldhütte auf 1936 Hm mußte ich erst einmal den Stand vor der Hütte anfahren an dem Apfelstrudel verkauft wurde. Nach einem ganzen Apfelstudel ging es mir erheblich besser. Thomas schüttelte nur den Kopf. Nach einem nicht allzu schwerem Downhill, der im ersten Drittel aus einem gut zu fahrenden Waldweg bestand, die letzten beiden Drittel waren wieder Teer, standen wir nach etwa 62 gefahrenen Kilometern in Mostal. Nun galt es lediglich noch die Nebenstraße über Enneberg nach St. Vigil zu bewältigen. Es waren noch etwa 17 km auf denen etwa 450 Höhenmeter zu bewältigen waren. Also normalerweise keine allzu schwere Aufgabe. Bei mir ging jedoch gar nichts mehr. Thomas wollte immer schneller fahren und ich eierte in den ersten drei Gängen die nicht allzu steile Straße hinauf. Aber es ging einfach nichts mehr. Irgendwie sind wir dann doch noch in St. Vigil angekommen.

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