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Die hier vorgestellte Route bin ich nicht ganz zuende gefahren. Auf dem Julierpass bemerkte ich, dass ich meinen Geldbeutel verloren hatte, also fuhr ich die gleiche Strecke wieder zurück. Hier aber die ursprünglich geplante Tour. Vielleicht werde ich sie ja irgendwann mal vollenden....
Hier die Tourenbeschreibung. Um 09:20 Uhr stand ich vor meinem Quartier, dem Hotel Chesa Margun und startete in Richtung St. Moritz. Die Strecke kannte ich gut aus dem Winter. Die ersten 7 Kilometer ging es erst mal recht eben am Silsersee entlang. Ich rollte mich ein und genoss immer wieder die wunderschönen Ausblicke ins Oberengadin. Quer über den See konnte man Silvaplana erkennen. Nach dem Ende des Sees folgte der erste kleinere Anstieg. Die Strecke ging im Wald bergauf zum Lej Nair. Ich war hier zwar auch schon im Winter, da habe ich aber nie registriert, was für ein wunderschönes Fleckchen der Lej Nair ist. Also kurze Photopause und weiter ging's.
Der Tag war noch lang und die harten Teile der Strecke lagen alle noch vor mir. Hinter der Sprungschanze von St. Moritz wurden die erarbeiteten Höhenmeter wieder vernichtet und die Strecke streifte St. Moritz Bad.
Nun folgte der erste knackige Anstieg, den ich so gar nicht erwartet hatte. Zum Teil auf einem Forstweg, zum Teil auf einem Trail, kämpfte ich mich den steilen Anstieg nach oben zur Alp Staz. Ein super schönes idyllisches Plätzchen hier oben. Am Ende der Alp Staz durfte ich mich in die erste schöne Abfahrt des Tages stürzen. Ein Singletrail führte in etlichen Kehren durch den Wald hinunter nach Pontresina. Super, genau solche Wege liebe ich.
Durch die Ortsmitte von Pontresina fuhr ich mitten durch und überlegte dann, ob ich den hangseitigen Weg über Punt Muragl oder einfach weiter den Wanderweg in Richtung Samedan runter rollen sollte. In Anbetracht dessen was noch kommen sollte, entschied ich mich für die einfachere Variante bergab. Die Strecke verlief in etwa auf der Strecke des Engadiner Skimarathons auf einem breiten Forstweg. Zuerst passierte ich den Flughafen Samedan und kurze Zeit später stand ich in Bever.
Das Einrollen war nun beendet und der erste längere Berg stand auf dem Programm. Auf den nächsten 12 Kilometern musste ich 900 Höhenmeter bewältigen. Der Beginn des Anstieges war zunächst recht einfach. Man fährt neben der Eisenbahnlinie in das Val Bever hinein. Somit ist die Steigung nie größer als die Steigung der Bahnlinie. Das stellt einen Biker nicht wirklich vor Probleme. Ab dem Punkt, wo die Bahnlinie jedoch im Tunnel in Richtung Nordalpen verschwindet, zieht der Ansiteg merklich an. An manchen Rampen musste ich bereits aufs kleine Blatt schalten und ich kam ganz schön ins Schwitzen. Naja, irgendwie muss ich ja die Höhenmeter machen!
Weiter hinten im Tal wird der Anstieg dann wieder flacher. Man stößt durch die Waldgrenze und hat ein Traum- panorama auf die 3000er, die den Talkessel umgeben. Jedoch erkannte ich in der Ferne schon die Abzweigung des Weges nach links in Richtung Pass Suvretta. Das sah ja mal schwer nach schieben aus! So war es dann auch. Aus dem Talkessel des Val Bevers heraus bis ins Hochtal Suoretta da Samedan war erst mal ne halbe Stunde schieben angesagt. Interessanterweise war der gesamte Weg hier bikerfreundlich überarbeitet worden. Dies wird auch intensiv von Bikern genutzt. Jedoch sind das alles Falschfahrer, da mir alle Biker entgegenkommen. Viele lassen sich durch die Seilbahn zur Coviglia hochgondeln und brettern dann hier wieder bergab. Na egal, der Weg macht bergauf trotzdem viel Spass. Nach der steilen Schiebestrecke ist der Weg ab ca. 2350 Höhenmetern wieder fahrbar. Man schlängelt sich das Hochtal nach oben in einer genialen Landschaft. Ab hier ist die Strecke bis zur Paßhöhe des Pass Suvretta wieder komplett fahrbar. Hier oben am Paß eröffnet sich ein wunderbarer Ausblick über den Lej Suvretta ins Oberengadin. Der Anstieg hatte sich wirklich gelohnt. Und das beste war, jetzt folgte der nächste geniale Singletrail bergab. 500 Höhenmeter wurden auf dem schmalen, gerade so fahrbaren Singeltrail vernichtet. Einfach nur klasse.
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