Tour mit Startpunkt Lenzerheide.  1944 Höhenmetern und 45 Kilometern

 

20090927

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27.09.2009

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Heute stand die letzte Tour in dem Alpen im Jahr 2009 auf dem Programm.


Um 07.00 Uhr fuhren wir in Lenzkirch los und waren nach gut zweieinhalb Stunden in der Lenzerheide.
Wir hatten uns für die letzten Tour eine kleine Runde herausgesucht, die nicht allzuviele Höhen- und Kilometer aufwies.
Aber ganz sicher waren wir uns nicht, ob die Tour auch so einfach war. Die Tourenbeschreibung hatte ich aus dem Internet von gps-tracks.com. Dort war die Tour als sehr anspruchsvoll angegeben. Die Fahrzeit sollte etwa 6h betragen. Ich konnte das irgendwie nicht glauben, weil die Strecke gerade mal 45 KM beträgt.

Um 09.56 Uhr starteten wir auf die Tour. Zuerst ging es ganz easy leicht bergauf und bergab dem Tal entlang bis Parpan. Der Untergrund bestand aus Waldwegen und Teer. Ab Parpan begann der Aufstieg zum Joch. Etwa die Hälfte davon legten wir ebenfalls recht entspannt auf Teer zurück. Die zweite Hälfte fährt man auf einer ebenfalls einfach zu fahrenden Schotterstraße. Nach einer Stunde waren wir bereits auf dem Joch und hatten somit den ersten Berg gemeistert. Ab dem Joch beginnt ein schöner Trail, auf dem man auf den nächsten 2 Kilomtern am Berg entlang fährt. So hatte ich mir die Tour vorgestellt, super Trails, jedoch gut fahrbar. Leider war der Trail schnell zu Ende.

Es folgte eine Abfahrt auf Teer in Richtung Tschiertschen. Hier könnte man eigentlich von oben weg den Wanderweg nehmen. Leider haben wir die Einfahrt zu spät gesehen und konnten erst nach der ersten Kehre in den Wanderweg wechseln. So konnten wir zumindest noch ein paar Höhenmeter im Gelände vernichten. Sehr schnell waren wir wieder auf der Ausgangshöhe von knapp 1500 Meter angelangt. Wir befanden uns am obersten Ende von Tschiertschen. Die verstreuten Holzhäuschen passten sehr gut in die idyllische Landschaft.

Es folgte ein Ansteig über 400 Höhenmeter. Zuerst auf Teer, anschließend auf Schotter und zum Schluss auf einem gut zu fahrenden Wanderweg. Eigentlich wieder ganz easy zu fahren. Ab der Baumgrenze kurz vor der Ochsenalp hatte man wieder super Ausblicke ins Rheintal und ins Plessurtal. Leider machte das Wetter etwas zu. Ab der Ochsenalp wurde der Anstieg etwas flacher und auf einem Wanderweg / Forstweg ging es auf den nächsten 6 km nochmals 200 Höhenmeter bergan zur Prätschalp. Da wir noch nicht allzu großen Hunger hatten, ließen wir diese links liegen und machten uns in den Anstieg in Richtung Hörnlihütte. Bis jetzt stellte die Tour noch keine große Herausforderung dar. Wir waren gespannt, was noch alles kommen würde. Erstmal meldete sich dann doch irgendwann der Bauch und wir kehrten um 13.08 Uhr in der Carmänna Hütte ein. Frisch gestärkt nahmen wir eine Dreiviertelstunde später die letzten 350 Höhenmeter zum Hörnli in Angriff. Nach der Carmännahütte wurder der Weg deutlich steiler. Man fährt die letzten Kilometer auf einem breiten Schotterweg die Skipiste hoch. Die steilsten Rampen schob ich. Irgendwie war die Motivation am Ende der Saison nicht mehr so groß. Gegnau eine halbe Stunde nach der Rast standen wir vor der Hörnlihütte. Das Wetter hatte sich deutlich verschlechtert. Also fuhren wir gleich in den zweiten Trail des Tages ein. Die Passage zum Urdenfürggli. Der Trail ist leider nur wieder etwa 3km lang. 2/3 davon sind fahrbar, 1/3 muss das Rad
geschoben werden. Am Urdenfürggli konnte man im Tal schon die Lenzerheide erkennen. Die ersten Meter der Abfahrt waren technisch nicht einfach. Vor allem der einsetzende Nieselregen machte die grobschottrige Abfahrt nicht einfacher. Aber nach ein paar hundert Meter bog man wieder auf einen breiteren Schotterweg ein, welcher wieder die Skipiste hinunterführte. Hier oben waren auf einmal wieder viele Biker unterwegs. Liegt wohl daran, dass hier auch untrainierte Biker mit der Seilbahn auf den Berg geshuttelt werden. Den nächsten Teil der Abfahrt legten wir auf einer
Schotterpiste zurück. Unterhalb der Mittelstation der Rothornbahn wechselten wir in die Downhillstrecke, welche wir bis zu unserem Ausgangspunkt folgten. Sie ist technisch ebenfalls nicht zu schwer. Lediglich die vielen Schlaglöcher bereiteten meinen 80mm Federweg an der Gabel etwas Mühe. Hier waren die Downhiller doch deutlich überlegen.

In Summe war es eine ganz nette Tour, welche ein paar schöne Trails hatte. Aber insgesamt würde ich sie nicht als schwer oder technisch anspruchsvoll bezeichnen. Für einen trainierten Biker ist es eher eine Halbtagestour. Unsere reine Fahrzeit betrug 4h5min. Aber als Saisonabschluss war das genau richtig :-)