Rennrad Warmup Limassol / Zypern  Februar 2010

Diese Jahr hatte mein Transalp-Kollege Christoph und ich mich dazu entschieden das Warumup für die neue Saison in Zypern vorzunehmen. Wir waren beide noch nie in Zypern und waren gespannt, was hier auf uns zukommt. Wir hatten ein Radsport- paket bei dem ehemaligen Schweizer Radprofi Thomas Wegmüller in Limassol gebucht. Es war das erste Mal, dass ich ohne mein eigenes Bike unterwegs war. Aber die Leihräder waren hier ganz o.k. Ich denke die Räder sind 3-4 Jahre alt. Aber wenn man nicht unbedingt eine Top-Rennmaschine braucht, sollte man mit den Leihbikes gut zurecht kommen. Wir hatten auf jeden Fall keine Probleme mit den Bikes.

Hier ein paar Touren, die wir auf Zypern gefahren sind:

 

Bilder
der Tour

Bilder Bike Warmup Zypern

Tag 1 Einrollrunde nach Pissouri 100 km, 1754 hm (Gelbe Tour)

20100220

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Einrollen Pissouri

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Am ersten Tag liesen wir es erst mal locker angehen. Da wir im Prinzip mit 0 Kilometer ins Trainigslager starten, schließen wir uns einem Guide von Thomas Wegmüller an, der eine ebene Strecke der Küste entlang fahren möchte. Zum Einstieg genau das Richtige. Ausser Christoph und mir waren nur noch Hans aus Uster in der Gruppe.

Also los geht es. Die ersten Kilometer führten entlang der 4 spurigen Hauptstraße an der Küste entlang durch das Stadtzentrum von Limassol Hier herscht sehr viel Verkehr. Nicht gerade ideal um sich an das fremde Bike und an den Linksverkehr zu gewöhnen.

Nach etwa 10 Kilometer hatten wir dann die Stadt hinter uns gelassen und es wurde etwas ruhiger. Zuerst fand ich die Landschaft nicht so prickelnd. Es war alles topfeben und zwischen Orangenbäumen kurbelte man in westlicher Richtung.
Aber nach weiteren 10 Kilometern änderte sich das Landschaftsbild. Es wurde kuppierter und landschaftlich gleich um einiges schöner. Immer wieder führte die Strecke zu schönen Aussichtspunkten über dem Meer.

Nach 40 km wollte unser Guide umdrehen, da es für ihn die erste Tour in diesem Jahr war. Ich dachte eigentlich sollte sich der Guide nach der Gruppe richten, aber egal. Er drehte um und Wir fuhren noch etwa 10 Kilometer weiter bis Pissouri Das Dorf liegt auf einem exponierten Berg, von welchem man einen herlichen Blick auf die umliegende Gegend geniessen konnte. Die letzten Meter waren ganz schön steil. Da merkte ich schon, dass ich eigentlich noch gar keine Kilometer in den Beinen hatte.

Wir drehten noch eine kurze Schleife zum Cape Aspro und dann ging es auf der gleichen Strecke zurück. So langsam merkte ich das ständige Auf und ab. Auf den letzten Kilometern durch Limassol merkte ich schon, dass ich noch keine Grundlagen in den Beinen hatte.

Bis auf die Kilometer durch die Stadt war es heute aber eine gelungene Tour. 100 km und ein paar Höhenmeter, so kann die neue Saison
losgehen :-)

Tag 2 Arakapas - Louvaras, 90 km, 1754 hm (Orange Tour)

20100221

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Arakapas - Louvaras

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Nachdem uns das Tempo gestern doch etwas zu langsam war, entschieden wir uns heute dazu, eine Tour ohne Guide zu unternehmen.
Morgens grüßte uns schon der strahleitnd blaue Himmel. Irgendwie ungewohnt Ende Februar, aber total klasse. Nach dem Frühstück fuhren wir wieder in kurzen Hosen los. Wir nahmen wieder die Küsetenstrasse, aber diesesmal in Richtung Osten. Nach gut 5 Kilometer konnten wir aber die Küstenstaße
verlassen und bogen auf ein schmaleres Sträßchen in Richtung Pyrgos. Wir fuhren hier im leicht kuppierten Hinterland. Es war endlich
mal fast kein Verkehr und wir konnten die Fahrt auf dem schmalen Sträßchen richtig genießen.
Hinter Pyrgos ging es dann 250 Höhenmeter stetig bergan. Wir fuhren aber in einem ruhigen konstanten Tempo. Somit stellten diese ersten Höhenmeter keine große Herausforderung dar. Nach einer kurzen Abfahrt hinunter nach Asgata ging es dann gleich in den zweiten Berg. Es waren weitere 500 Höhenmeter zu bewältigen. Bis Vasa bereitete uns der Anstieg keine Probleme Danach wurde er aber immer giftiger und wir waren froh, dass an unseren Leihbikes vorne 3 Kettenblätter montiert waren. In Kehren kurbelten wir uns den Berg hoch nach Sanida. Landschaftlich war es hier echt schön. Die Dörfchen waren nach ganz urig. Gar kein Vergleich zu der Hektik am Meer. Je weiter wir nach oben kamen, desto besser wurde die Aussicht. Leicht erschöpft erreichen wir den höchsten Punkt auf etwa 720müM.
Nach einer kurzer Pause gings wieder bergab. Kurz vor Kellaki bogen wir wieder auf eine etwas breitere aber immer noch sehr
spärlich befahrene Strasse. Durch hügelige Landschaften im Vorgebirge des Troodos-Gebirges machte es richtig Spaß die Strecke zurückzulegen.

Nach einer kurzen Abfahrt passierten wir Arakapas. Christoph fuhr an der Einfahrt vorbei und meinte, rechts geht es nur in den Ort. Also steckte ich meine Karte wieder ein und fuhr ihm hinterher. Nach 10 Minuten erreichten wir Dierona. Wir merkten, dass wir in Arakapas falsch gefahren sind und fuhren den Berg kurzerhand wieder runter nach Arakapas. Dort fuhren wir nun durch den Ort in Richtung Kalo Chorio bzw. Kalokhorio. Inzwischen merkten wir deutlich, dass wir schon über 1000 hm in den Beinen hatten. Die Straße hatte fiese Rampen und dazu wehte noch ein starker Gegenwind aus westlicher Richtung. Oben waren wir dann beide ziemlich k.o. Aber das meiste hatten wir für heute geschafft.

Wir folgten in Louvaras einfach den Schildern in Richtung Limassol. Es wär aber besser gewesen nicht dem Schild zu folgen. So gelangten wir auf die  breite Hauptstrasse E110 welche nach Limassol führt. Auf schlechtem Teer und mit viel Verkehr rollten wir talabwärts. Am Talende nutzen wir deshalb die erste Chance um der Hauptstrasse nach links zu entfliehen. Es war die Richtige Entscheidung, denn das Sträßchen über Spitali und Fasoula ging zwar wieder etwas bergauf, dafür gab es aber auch gar keinen Verkehr. Hinter Fasoula mussten wir dann nur noch nach Limassol runterrollen. Wir entschieden uns dazu nicht direkt in die Stadtmitte von Limassol zu fahren und hielten uns nach den ersten Häusern links am Berg um die Stadt so gut als möglich zu umfahren. Dies hat anfangs auch gut funktioniert. Aber irgendwann verloren wir dann die Orientierung und verhädderten
und in einem Industriegebiet. Aber einige Minuten später hatten wir wieder die Orientierung und rollten ziemlich erschöpft auf den Hotelparkplatz.

Es war aber auch eine sehr schöne Tour heute. Mit etwas besserer Ortskenntnis hätten wir die E110 gemieden und es wäre eine perfekte Tour gewesen. Naja, 1750 Höhenmeter sind wohl nicht ideal für ruhiges Grundlagentraining. Aber bei uns spielt der Spaßfaktor halt doch ne größere Rolle als ein gezielter Saisonaufbau.

Tag 3 Bergrunde über Sykopetra 83 km, 2000 hm (Grüne Tour)

20100222

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Bergrunde Sykopetra

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So, schon der dritte Tag auf Zypern. Die Zeit vergeht wie im Flug. Heute wollten wir mal etwas weiter ins Troodos Gebierge vorstoßen. Wir fuhren deshalb in direkter Richtung landeinwärts. Das Sträßchen führte an einem Stausee vorbei nach Akrounta. Hier ging es auf einem super schönen schmalen unbefahrenden Sträßchen in den ersten Anstieg. Auf etwa 6 km müssen 500 Höhenmeter überwunden werden. Also recht human. Der Anstieg ist immer recht konstant steil. Somit bleiben uns fiese Rampen erspart. Nach der Passhöhe erfolgte eine Abfahrt nach Dierona. Ein super schönes kleines Bergdörfchen, welches
wir ja schon vom Vortag kannten.

Wir vernichteten schnell 250 Höhenmeter und standen wieder in Arakapas wo wir uns am Vortag verfahren hatten. Diesmal passierte uns das nicht und wir fuhren weiter ins Gebierge in Richtung Sykopetra. Auf den nächsten 10 Kilometern brachten wir weitere 700 Höhenmeter hinter uns. Wir kamen uns schon vor wie im Gebirge. Auf einem schmalen Sträßchen, kurbelt man in einem Tal nach oben. Nach einer Talbiegung erkennt man oben ein Ort, welcher an den Berg gebaut ist, dies ist Sykopetra. Nach Sykopetra sanken die Temperaturen immer mehr. Oben auf der Paßhöhe hatte es gerade noch 10 Grad. Hier überlegten wir, wie es weiter gehen sollte.

Da wir bereits etliche Höhenmeter gesammelt hatten entschieden wir uns gegen eine Abfahrt auf der Nordseite des Troodos Gebierges und fuhren die gleiche Strecke über Sykopetra zurück. Jetzt merkte ich, dass ich doch besser ne Jacke oder Armlinge hätte einpacken sollen. Aber egal, je weiter wir wieder nach unten kamen, desto wärmer wurde es.

In Arakapas sind wir dann erst mal in die Taverne eingekehrt um eine Portion Pasta zu verspeisen. ...wir waren ja schließlich im Urlaub und nicht auf der Flucht. Riegel als Mittagessen werden wir diese Saison beim Transalp oder der Transgermany noch oft genug zum Essen bekommen.

Frisch gestärkt und mit vollem Bauch fuhren wir den kleinen Paß rüber nach Eptagoneia. Dort trafen wir eine Gruppe Biker aus unserem Hotel. Es war eine Trainingsgruppe aus der Schweiz um Petra Henzi. Die saßen ebenfalls ganz gemütlich vor einem Kaffee und vergnügten sich mit Kaffee und Kuchen. Also man merke, auch Profis radeln nicht unentwegt durch ;-)
Nach einem kurzen Plausch fuhren wir weiter. Unsere Motivation lies langsam etwas nach und wir wählten die Route über Kellaki zurück in Richtung Meer. Nach Kellaki wollten wir noch einen Abstecher über ein kleines Dorf namens Prastio machen. Leider haben wir uns verfranzt und mussten wieder umdrehen. ...nochmal 100 Höhenmeter. Die Abfahrt von Kellaki zurück ans Meer ist nicht sonderlich prickelnd. Viel Verkehr, vor allem Lastwagen, welche einen großen Steinbruch anfuhren.

Unten am Meer angekommen mussten wir noch etwa 8 km am Meer entlang fahren. Der kräftige Westwind kostete unsere letzten Kräfte.

Aber auch heute war es eine sehr schöne Runde. Ein Blick auf den Hac4 zeigte, dass wir 2000 Höhenmeter gefahren waren. Nicht schlecht für den dritten Biketag.

 

Tag 4 Ruhetag :-)

Tag 5 Entlang am Meer und dann kuppiert (Blaue Tour)

20100224

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Flach am Meer und kuppiert

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So, der Ruhetag war vorbei und wir waren wieder voll motiviert für die nächste Runde. Nachdem aber die letzten beiden Touren doch sehr stark von den Höhenmetern geprägt waren, wollten wir heute eine flache bis kuppierte Tour fahren. Dazu starteten wir wieder auf der Hauptstraße in Richtung Larnaka. Wir fuhren diese 30,5km bzw. 1h5min bis Khirokitia. Dort bogen wir von der Hauptstraße landeinwärts ab in Richtung Ora. Zuerst mussten wir auf einer humanen Steigung über etwa 10 km 300 Höhenmeter zurücklegen. Danach folgte ein total schönes kupiertes Stück über Hügel und Täler. Die Tour hat sich echt gelohnt. Das Sträßchen ist total verschlafe und ständig geht es sanft auf und ab.

Nach weiteren knapp 20km sind wir wieder in Sykopetra auf bereits bekanntes Terrain gelangt. Hier setzten wir uns erst mal vor ein Kaffee um uns etwas zu stärken. Danach ging es auf bereits beschriebenen Strecken weiter nach Arakapas und Dierona. Ab Dierona fuhren wir dann den Paß in Richtung Limassol, welchen wir bereits an Tag 5 in umgekehrter Richtung gefahren waren. Es machte total Spaß das kurvige Sträßchen in Richtung Meer runter zu düsen. Man musste nur ständig daran denken auf der linken Straßenseite zu fahren. Nach ein paar Kurven fuhr man automatisch, wie gewohnt, auf der rechten Straßenseite.

Happy rollten wir auf den Parklatz des Hotels. Die Runde war für uns nahezu ideal. Am Anfang flach und dann kupiert in
abwechslungsreichem Gelände.

Tag 6 Feuchtfröhliches Ausrollen am Meer entlang (Pinke Tour)

20100225

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Ausrollen am Meer

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Eigentlich hatten wir eine schöne große Runde mit 150 Kilometern für den letzten Tag geplant. Leider war das Wetter aber sehr bescheiden. Es war zwar trocken, aber überall waren dunkle Gewitterwolken zu sehen. Wir waren heute zusammen mit Stefan unterwegs. Er ist ebenfalls vom Radverein aus Uster in der Schweiz.

Unsere Alternativroute ging am Meer entlang ostwärts. Wir fuhren die bereits bekannte Küstenstraße in Richtung Larnaka. Aber Stefan kannte noch ein paar nette in Abstecher in Dörfchen wie Kalavasos oder Tochni. Nach etwa 35 Km führte die Route durch das Orangental wieder in Richtung Meer. Man fährt hier zwischen den Orangenbäumen bergab. Leider war das Wetter so trüb. Bei schönem Wetter ist das Tal bestimmt super schön. Es folgten noch einige Kilometer dem Meer entlang. Eigentlich wollten wir es noch bis Kiti schaffen, aber irgenwann fielen die ersten Tropfen und wir entschieden uns dazu die Runde etwas zu verkürzen. Kurz hinter Kofinou fing es dann richtig an zu regnen. Wir entschieden uns dazu den die geplante Route über Asgata abzukürzen und fuhren den direkten Weg zurück in Richtung Hotel. Aus den Regen wurde ein richtiger Gewitterschauer. Es blitzte, donnerte und hagelte. Es kam mir vor wie beim Weltuntergang. Das Wasser stand zum Teil zentimetertief auf der Strasse. Wir machten ziemlich Dampf um wieder zum Hotel zurückzukommen. Mit etwa 40km/h powerten wir zurück in Richtung Hotel. Bei den zum Teil tiefen Wasserlöchern war dies gar keine so leichte Angelegenheit.

Kurz vor dem Hotel wurde der Regen wieder etwas leichter. Wir waren aber trotzdem froh wieder zurück am Hotel zu sein. Naja, nach den letzten super schönen Tagen durfte es auch mal regnen.

 

Insgesamt war es aber eine schöne Woche in Zypern. Im Vergleich zu Mallorca ist das Klima hier einiges milder. Die Temperaturen über 20°C haben mich echt sehr positiv überrascht. Das Gelände und die Strassen sind hier echt wie gemacht um im Frühjahr ein paar schöne Trainingskilometer zu fahren. Ich denke ich werde wiederkommen.